Nachhaltigkeit spielt in Laboren und Forschungseinrichtungen eine immer wichtigere Rolle. Neben Energieverbrauch und Prozesssicherheit rückt dabei auch der verantwortungsvolle Umgang mit Wasser und Betriebsmitteln in den Fokus. Moderne Sterilisationstechnik kann hierzu einen wichtigen Beitrag leisten.
Die Serie LABOKLAV 55-195 der SHP Steriltechnik AG wurde mit dem Ziel entwickelt, leistungsfähige und effiziente Sterilisationsprozesse mit einem ressourcenschonenden Betrieb zu verbinden. Dabei stehen sowohl die effiziente Nutzung von Wasser und Energie als auch die Langlebigkeit der Geräte im Mittelpunkt.
VE-Wasser im geschlossenen System
Ein wesentlicher Bestandteil der verbauten Technik ist die Versorgung des Dampfgenerators und des Doppelmantels mit vollentsalztem Wasser (VE-Wasser). Das VE-Wasser weist dabei einen maximalen Leitwert von 15 µS auf und wird aus einem gemeinsamen Vorratstank bereitgestellt.
Auch für die Schnellrückkühlung über den Doppelmantel wird dieses VE-Wasser verwendet. Der Doppelmantel darf dabei nicht mit normalem Leitungs- oder Kühlwasser betrieben werden. Durch die Verwendung von VE-Wasser wird verhindert, dass sich im Doppelmantel über die Zeit Kalkablagerungen bilden, die zu aufwendigen Wartungsarbeiten oder im Extremfall zu Schäden führen könnten.
Das zur Rückkühlung benötigte VE-Wasser verbleibt dabei im System. Für die Kühlung des VE-Wassers im Vorratstank wird reguläres Kühlwasser über einen Wärmetauscher eingesetzt. Das Kühlwasser und das VE-Wasser bleiben dabei voneinander getrennt.
Diese Ausführung ermöglicht eine effiziente Nutzung des aufbereiteten Wassers und reduziert den Bedarf an kontinuierlich nachgeführtem VE-Wasser.
Effiziente Schnellrückkühlung und kurze Zykluszeiten
Der Doppelmantel übernimmt bei der Serie LABOKLAV 55-195 nicht nur die Funktion der Schnellrückkühlung. Auch beim Aufheizen wird der Doppelmantel genutzt. Hierzu wird Dampf durch den Mantel geleitet.
Die Nutzung des Doppelmantels sowohl zum Aufheizen als auch zur Rückkühlung ermöglicht eine effiziente Wärmeübertragung und trägt zu kurzen Zykluszeiten bei. Das Sterilisiergut kann dadurch schneller auf die gewünschte Prozesstemperatur gebracht und nach Abschluss der Sterilisation wieder abgekühlt werden.
Gerade bei regelmäßigem Betrieb und einer hohen Anzahl an Sterilisationszyklen kann dies einen deutlichen Vorteil im täglichen Laborbetrieb darstellen.
Transparenter Ressourcenverbrauch
Nachhaltigkeit lässt sich im Labor nicht allein anhand einzelner Komponenten beurteilen. Entscheidend ist der Ressourcenverbrauch des gesamten Sterilisationsprozesses.
Daher spielen konkrete Verbrauchswerte eine wichtige Rolle. Je nach Gerätegröße, Beladung und gewähltem Programm unterscheiden sich Wasser- und Energieverbrauch. Transparente Verbrauchsdaten ermöglichen es Anwendern, den tatsächlichen Ressourcenbedarf eines Sterilisationsprozesses zu beurteilen und unterschiedliche Prozessbedingungen miteinander zu vergleichen.
Damit wird eine wichtige Frage beantwortet, die sich sowohl Händler als auch Anwender stellen: Wie viel Wasser und Energie benötigt ein LABOKLAV bei einer bestimmten Beladung und einem bestimmten Sterilisationsprogramm?
Folgende Verbrauchsdaten basieren auf internen Testläufen.
| Gerätetyp | Laboklav 55-MV |
|---|---|
| Programm | Flüssigkeiten mit Schnellrückkühlung (9 Flaschen à 1 Liter) |
| Leitungswasserverbrauch | 27 l |
| VE-Wasser-Verbrauch | 9,5 l |
| Energieverbrauch | 3,684 kWh |
| Gerätetyp | Laboklav 55-MV |
|---|---|
| Programm | Abfälle (feste Stoffe) |
| Leitungswasserverbrauch | 11,1 l |
| VE-Wasser-Verbrauch | 2,6 l |
| Energieverbrauch | 1,503 kWh |
| Gerätetyp | Laboklav 160-MSLV |
|---|---|
| Programm | Flüssigkeiten mit Schnellrückkühlung (48 Flaschen à 1 Liter) |
| Leitungswasserverbrauch | 28,5 l |
| VE-Wasser-Verbrauch | 75,5 l |
Energieverbrauch | 13,153 kWh |
| Gerätetyp | Laboklav 160-MSLV |
|---|---|
| Programm | Instrumente leer |
| Leitungswasserverbrauch | 22,3 l |
| VE-Wasser-Verbrauch | 19,1 l |
| Energieverbrauch | 3,689 kWh |
Weniger Wartezeit im täglichen Betrieb
Nachhaltigkeit bedeutet nicht nur, Wasser und Energie möglichst effizient einzusetzen. Ebenso wichtig ist die effiziente Gestaltung der gesamten Prozesskette.
Kurze Zykluszeiten und eine effektive Rückkühlung ermöglichen eine schnellere Wiederverfügbarkeit von Medien, Flüssigkeiten und Laborgeräten. Dadurch lassen sich Arbeitsabläufe optimieren und unnötige Wartezeiten reduzieren.
Die präzise Steuerung der Sterilisationsprozesse trägt zudem dazu bei, das Sterilisiergut nicht stärker thermisch zu belasten als erforderlich. Dies kann die Lebensdauer von Materialien unterstützen und dazu beitragen, Ausschuss zu vermeiden.
Langlebigkeit als Beitrag zur Nachhaltigkeit
Ein nachhaltiges Produkt zeichnet sich nicht allein durch einen niedrigen Ressourcenverbrauch aus, sondern auch durch eine lange Nutzungsdauer.
Die robuste Konstruktion der LABOKLAV-Serie, die hochwertige Verarbeitung sowie die langfristige Ersatzteilversorgung tragen dazu bei, dass die Geräte über viele Jahre zuverlässig betrieben werden können.
Eine lange Produktlebensdauer reduziert den Bedarf an Ersatzgeräten und damit auch die Ressourcen, die für deren Herstellung, Transport und spätere Entsorgung erforderlich wären.
Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit im Einklang
Für viele Labore ist Nachhaltigkeit heute nicht nur eine ökologische, sondern auch eine wirtschaftliche Entscheidung. Ein effizienter Umgang mit Wasser und Energie, kurze Prozesszeiten, geringe Betriebskosten und eine lange Nutzungsdauer schaffen einen konkreten Mehrwert im Laboralltag.
Mit der LABOKLAV-Serie verbindet die SHP Steriltechnik AG moderne Sterilisationstechnik mit einem ressourcenschonenden und effizienten Betrieb. Die Kombination aus VE-Wasserversorgung, Wärmetauscher, Doppelmanteltechnik und effizienter Prozessführung zeigt, wie sich technische Leistungsfähigkeit und ein verantwortungsvoller Umgang mit Ressourcen miteinander verbinden lassen.
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